Pressebericht „Zugunfall“ Nachtübung der Feuerwehr Dreieich

Dreieich, den 11.06.2016

 

Viele Verletzte nach Zug-Kollision mit Baum

Großaufgebot der Feuerwehr und DRK üben den Ernstfall

 

Mehrere schwerverletzte Fahrgäste, ein verrauchter Zug und ein Entstehungsbrand. Dem standen die Einsatzkräfte der Feuerwehr Dreieich bei einer großen Zugunfall Übung in der Nacht zum Samstag gegenüber.
 

Die angenommene Lage vor Ort ist eine vorangegangene Kollision eines Personenzuges der DB-Regio mit einem auf die Gleise gestürzten Baum. Durch die eingeleitete Notbremsung des Zugführers werden in Folge mehrere Personen zum Teil schwer verletzt. Die Unfallstelle liegt zwischen Götzenhain und Dreieichenhain (Fahrtrichtung Dreieichenhain) kurz vor dem Bahnübergang am Offenthaler Weg. Viele Fahrgäste die an der nächsten etwa 500 Meter entfernten Haltestelle aussteigen wollen und bereits auf dem Weg zu den Türen des Zuges sind, ziehen sich durch die Notbremsung teils schwere Verletzungen zu. Weitere der ca. 30 Fahrgäste erleiden leichte Verletzungen oder stehen unter Schock. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn (DB) meldet den Unfall an die zuständige Rettungsleitstelle in Dietzenbach. Von dort aus wird um 01:25 Uhr die Alarmierung der Einsatzkräfte veranlasst. Mit dem Stichwort „H Zug 2 Y“ werden umfangreiches Gerät und Personal der Feuerwehr Dreieich, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) des Kreises Offenbach und zwei DB Notfallmanager an die Einsatzstelle entsendet. Nach veranlasster Streckensperrung und Freigabe des betroffenen Gleisabschnitts durch den Notfallmanager, können die Einsatzkräfte die Lage vor Ort erkunden und anschließend mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung am Zug beginnen.


 

Durch den Aufprall wurde der vordere Zugteil beschädigt, auslaufende Betriebsmittel verursachen einen Entstehungsbrand. Dieser wird nach Aufbau einer Wasserversorgung mit einem C-Rohr von einem Trupp unter schwerem Atemschutz gelöscht. Parallel verschafft sich ein weiterer Atemschutztrupp Zugang über eine der Türen zum Inneren und beginnen sofort mit der Menschenrettung aus dem verrauchten Zugabteil. Der Zugführer ist bewusstlos auf dem Führerstand zusammengesunken, die verschlossene Tür muss gewaltsam geöffnet werden. Unter Schock stehende Fahrgäste drängen bereits zur geöffneten Tür, darunter eine Person im Rollstuhl. Die gesamte Einsatzstelle sowie der Platz für die Aufstellung der anrückenden Fahrzeuge wird großflächig ausgeleuchtet. Der Brandschutz am verunfallten Zug wird sichergestellt und gemeinsam mit dem Notfallmanager der Bahn, Maßnahme zur Sicherung des Zuges vorgenommen. Weitere Kräfte treffen ein und kümmern sich gemeinsam mit dem DRK, um die Erstversorgung der Reisenden. Das DRK übernimmt anschließend die Erfassung der Verletzten sowie eine Klassifizierung der Schwere der Verletzungen. Parallel wird vom DRK eine Verletztensammelstelle errichtet, um die Leicht- und Schwerverletzten anschließend dort versorgen zu können.
 

Die Gesamteinsatzleitung übernimmt am Einsatzleitfahrzeug (ELW 1) Markus Tillmann als stellvertretender Stadtbrandinspektor. Vor Ort sind ebenfalls Bürgermeister Dieter Zimmer sowie erster Stadtrat Martin Burlon als zuständiger Dezernent. Im Laufe des Einsatzes entstehen mehrere Einsatzabschnitte (EA): Brandbekämpfung (EA BB), Menschenrettung (EA MR), Rettungsdienst (EA RD) sowie ein Bereitstellungsraum für nachrückende Einsatzkräfte.
 

Nacheinander werden die aus dem Zug geretteten Personen zur Verletztensammelstelle gebracht und dort durch den 1. Sanitätszug des DRK Kreis Offenbach und zwei Rettungswagen versorgt. Der Betreuungszug des DRK kümmert sich um die unter Schock stehenden und nicht verletzten Fahrgäste im nachgeforderten Betreuungsbus des Kreis Offenbach. Dieser wird durch die Feuerwehr Ober-Roden an die Einsatzstelle gebracht. Drei unter Schock stehende Fahrgäste laufen in benachbarte Felder und müssen durch die Einsatzkräfte gesucht und zur weiteren Versorgung zum DRK gebracht werden.
 

Ca. zwei Stunden später kann die große Gemeinschaftsübung von Feuerwehr, DRK und Deutsche Bahn beendet werden. Die Zusammenarbeit und Kommunikation aller Bereiche hat gut funktioniert, die Erfahrungen und Ergebnisse der Übung können für einen realen Einsatz genutzt werden. Ein Dank richtet sich an alle Einsatzkräfte für die ausgesprochen gute Zusammenarbeit und an die Organisationen der Übung.

 

Nachfolgend noch einige wissenswerte Stichpunkte zur Gemeinschaftsübung der Feuerwehr Dreieich:


  • Die Übung wurde durch die beiden Wehrführer Carsten Lichtinghagen (Wehrführer Götzenhain) und Heinrich Graf (Wehrführer Dreieichenhain) seit mehreren Wochen ausgearbeitet.
  • Nur wenige waren in die genauen Pläne der Übung eingeweiht. Die Einsatzkräfte aus Feuerwehr und DRK wussten nur den Zeitpunkt der Übung, jedoch keinen Ort und keinen Ablauf der Übung. Dadurch wurde der Einsatz durchaus realistisch und keine Show-Vorführung.
  • Um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten, wurden die Einsatzkräfte durch die Zentrale Leitstelle in Dietzenbach über Funkmeldeempfänger alarmiert.
  • An der Übung haben von Seiten der Feuerwehr insgesamt 14 Fahrzeuge mit 63 Einsatzkräften, der Rettungsdienst bestehend aus SanZug und Betreuungszug sowie 2 Rettungswagen mit 36 Einsatzkräften und 9 Fahrzeugen teilgenommen.
  • Schwierigkeit an dieser Übung war, die Einsatzkräfte im relativ schlecht zugänglichen Gelände und den sehr beengten Gegebenheiten zu koordinieren.




Nachfolgende Einheiten und Einsatzkräfte waren an der Gemeinschaftsübung beteiligt:

  • Deutsche Bahn Personenverkehr mit DB Notfallmanager
  • DRK OV Rodgau
  • Johanniter Ober-Roden
  • DRK OV Dietzenbach
  • DRK OV Langen
  • DRK OV Egelsbach
  • DRK OV Heusenstamm
  • DRK OV Neu-Isenburg
  • DRK OV Dreieich
  • Feuerwehr Rödermark Ober-Roden
  • Feuerwehr Dreieich-Dreieichenhain
  • Feuerwehr Dreieich-Buchschlag
  • Feuerwehr Dreieich-Offenthal
  • Feuerwehr Dreieich-Sprendlingen
  • Feuerwehr Dreieich-Götzenhain


Bilder zum Ablauf der Übung und Berichte der Presse finden Sie unter den nachfolgenden Links:

Bildergalerie der Freiwillige Feuerwehr Dreieichenhain

Bildergalerie der Freiwillige Feuerwehr Götzenhain

Pressebericht und Bildergalerie Offenbach Post (OP)

Pressebericht und Bildergalerie Frankfurter Neue Presse (FNP)

Pressebericht Frankfurter Rundschau (FR)

Pressebericht Stadt Post Dreieich



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Ministerbesuch bei der Feuerwehr Dreieichenhain

Am Montag den 16.09. besuchte Innenminister Boris Rhein die Feuerwehr Dreieichenhain. Anlass dieses Besuches war die Überbringung eines Genehmigungsbescheides über 26 000 € für die Beschaffung ein neues Löschfahrzeuges für die Feuerwehr Dreieichenhain.

Ersatzbeschafft werden soll ein Löschfahrzeug aus dem Jahre 1984.

Herr Stadtrat Martin Burlon nahm im Auftrag der Stadt Dreieich den Bescheid entgegen.

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Von links: Mitglieder der Jugendfeuerwehr, Stellvertretender Wehrführer Heinrich Graf, Stadtrat Burlon, Innenminister Rhein, Stadtbrandinspektor Becker, Landtagsabgeordneter Honka, Mitglieder der Jugendfeuerwehr, und der Jugendwart Dominik  Matheis.

Foto: K-H Sandner

Weitere Fotos finden Sie hier.

 

Erste Stimmen der Presse zur Ganztagsübung vom 20.04.2013

Abwechslungsreicher Tag für Freiwillige Feuerwehr

 

Die Haaner Wehr blickt auf eine interessante, erfolgreiche und abwechslungsreiche Ganztagsübung am vergangenen Samstag zurück. Eine erste Stimme der Presse ist bei den Journalisten der Frankfuter Neue Presse (FNP) zu finden.

 

Bericht der Offenbach-Post zur Ganztagsübung.

 

Abschlussübung 2012

 

Bericht zur gemeinsamen Abschlussübung 2012 mit der Feuerwehr Götzenhain bei der Frankfurter Neuen Presse.

 

Spezialausbildung für Feuerwehr Dreieichenhain

Das Training mit dem Feuer!

 

Auf einmal wurde es brenzlig für 13 Männer der Feuerwehr! Aber nicht weil etwas unkontrolliertes passierte und sie nicht wussten was auf sie zu kam. Nein es war bis aufs Letzte durchgeplant, was die Feuerwehr Dreieichenhain bei einem speziellen Training für den Innenangriff bei Bränden erlebte.

Strahlrohrtraining

 

Bei der Heißausbildung am vergangenen Samstag (02.06.2012) erlebten die Atemschutzgeräteträger viel Neues. Nicht nur das der ein oder andere Helm über 140°C heiß wurde und sich manches Knie eine kleine Brandblase holte. In einem bis zu 600°C heißen Container wurde das vorgehen bei einem Innenangriff geübt und viele Tipps und Tricks um Umgang mit Strahlrohren mitgenommen. Bei einem zuvor vermittelten kurzen Theorieteil, kam selbst der coolste Floriansjünger bei der folgenden Praxis so richtig ins Schwitzen. So konnte das geübt werden, worauf sonst niemand im Einsatzfall hofft: In der Brandsimulationsanlage in Külsheim simulierten die Ausbilder des „International Fire And Rescue Training“ den angereisten Teilnehmer beispielsweise eine Rauchgasdurchzündung. Die angereisten Feuerwehrmänner aus Dreieichenhain wurden von vier Kameraden der Wehr aus Götzenhain begleitet. Sie alle bekamen ein exklusives und wichtiges Training um die Sicherheit bei Einsätzen stetig zu erhöhen und die Bürgerinnen und Bürger noch besser schützen zu können.

Rausgasdurchzuendung_1

 

Finanziert wurde dieser Tag für die Atemschutzgeräteträger durch den Verein der Feuerwehr Dreieichenhain 1904 e.V. Das auf der JHV beschlossene und bereitgestellte Geld konnte nach einer längeren Phase der Terminfindung gewinnbringend in das Wissen und die Sicherheit der Haaner Kameraden eingesetzt werden. 13 begeisterte und abgekämpfte Teilnehmer dieses außergewöhnlichen Trainings, konnten direkt nach der Ausbildung von einem vollen Erfolg sprechen.

Nach der Uebung

Anlage

Gruppenfoto

Rauchgasdurchzuendung_2

 
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