Heißausbildung der Einsatzabteilung in Külsheim

Am vergangenen Samstag (17.06.17) bot sich für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Dreieichenhain die eher seltene Möglichkeit, einen Brandangriff in Innenräumen unter realistischsten Bedingungen zu üben. Gemeinsam mit vier Kameraden aus Götzenhain und dreien aus Offenthal, die unsere Atemschutzgeräteträger an diesem Tag auf 18 Mann ergänzten, wurden im „International Fire an Rescue Trainingscenter“ (IFRT) in Külsheim (BaWü) verschiedenste bedrohliche Szenarien nachgestellt und der Umgang mit dem Hohlstrahlrohr sowie das Kühlen von Rauchgasen geübt.

Das Kühlen von Rauch erscheint für den Laien zunächst nicht zielführend, schließlich lernt man im Training mit dem Feuerlöscher, dass man den Löschmittelstrahl auf die Flammen und nicht auf den Rauch richten soll.

 


Jedoch handelt es sich beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle meist nicht mehr um einen Entstehungsbrand, sondern bereits um ein Feuer, dass genügend Energie und damit Hitze erzeugt haben kann, um bei plötzlicher Sauerstoffzufuhr zu einem sogenannten „Flashover“ – einer Feuerwalze ausgehend von Brandgasen – zu führen.

Neben einem theoretischen Teil am Morgen, sah die Tagesordnung sowohl reine Demonstrationen „am eigenen Leib“ aber auch selbst durchgeführte Brandangriffe unter schwerem Atemschutz vor.

Diese realitätsnahe Sonderausbildung, die im Ernstfall über Leben und Tod – auch der Feuerwehrangehörigen – entscheiden kann und pro Teilnehmer knapp 250 Euro kostet, wurde uns durch Geldmittel des Feuerwehr-Vereins ermöglicht, da die Stadt Dreieich, als Träger des Brandschutzes, lediglich eine Ausbildung in einer mobilen Brandsimulationsanlage (BSA) finanziert.

 

Im Gegensatz zu einer mobilen BSA, die über Gasventile künstlich befeuert wird, wurden die Feuer in den Übungscontainern des IFRT mit Holzpaletten entfacht, was eine realitätsnahe Ausbildung mit entsprechender Hitzeentwicklung, Flashover und anderen Phänomenen ermöglichte.

 

Ganztagesübung der Einsatzabteilung 2017


Am vergangenen Samstag (06. Mai) fand die Ganztages-Ausbildung der Einsatzabteilung der Feuerwehr Dreieichenhain statt. 
Von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr übten unsere Einsatzkräfte das Vorgehen bei verschiedensten Einsatzszenarien.
 
Los ging es mit einem Ausbildungsblock zum Thema Schlauchmanagement in engen Räumen, wie beispielsweise Treppenhäusern oder Kellerabgängen. Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf den Einsatz eines sogenannten Schlauchpaketes bestehend aus einem 30m-Schlauch samt Strahlrohr gelegt. Dieses Schlauchpaket breitet sich unter Wasserdruck selbständig aus und vermeidet Schlauchchaos in engen Räumen.

 



Anschließend ging es nach einem deftigen bayrischen Frühstück nach Offenthal ans Feuerwehr-Gerätehaus, wo verschiedene Stationsausbildungen durchlaufen wurden. Dazu zählten neben einer praktischen Einweisung auf der Drehleiter aus dem Standort Sprendlingen auch das Aufbauen eines Leiterbockes zur Rettung verletzter Personen aus Gruben und Schächten. Hinzu kam das Selbstretten aus Höhen, in diesem Fall aus dem Schlauchturm, welches von den jüngeren Kameraden vor allem beim Grundlehrgang einiges an Mut abverlangt.

 



Nach dem gemeinsamen Mittagessen im eigenen Feuerwehr-Haus in Dreieichenhain stand schließlich die Abschlussübung des Tages auf dem Plan. Dazu wurde die Feuerwehr Dreieichenhain mittels Funkmeldeempfänger an die Hayner Burg beordert. Die Kameraden aus Götzenhain unterstützten die rund 25 Haaner Einsatzkräfte mit einem Löschfahrzeug an der Einsatzstelle.
Angenommen wurde ein Brand im Burgkeller. Während den Vorbereitungen für eine Veranstaltung war es dort zu einer Verpuffung mit anschließendem Feuer und starker Rauchentwicklung gekommen. Dem eintreffenden Einsatzleiter wurden 10 vermisste Personen gemeldet von denen letztlich sieben Verletzte durch mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz ins Freie gebracht werden mussten. 



     

Als Herausforderung für die vorgehenden Trupps stellten sich die verwinkelte Bauweise des Burgkellers und die starke Rauchentwicklung, die eine Orientierung in dem alten Gemäuer enorm erschwerte, heraus. 
Letztlich zog Wehrführer Heinrich Graf aber ein durchaus positives Resümee, alle Vermissten konnten gerettet werden und auch die Kommunikation an der Einsatzstelle lief reibungslos ab. Er bedankte sich zudem für die große Teilnehmerzahl, hatte die Feuerwehr Dreieichenhain als Freiwillige Feuerwehr doch in den vergangenen Jahren immer wieder mit Personalnot zu kämpfen.


 
Ganztages-Übung der Jugendfeuerwehr

Am Samstag, den 08. April veranstaltete unsere Jugendfeuerwehr eine sogenannte "Ganztages-Übung" nach dem Vorbild jener der Einsatzabteilung, in welcher sich dieses Konzept schon seit Jahren bewährt. An diesem Tag machen sich die Jugendlichen deutlich umfangreicher mit den Gerätschaften und den Abläufen eines Einsatzes vertraut, als es in den eineinhalb Stunden jeden Freitag möglich wäre. Obwohl der Termin unserer Ganztagesübung in die Osterferien fiel, fanden sich sieben Jugendliche, die angeleitet von vier Betreuern auf diese Weise ihren Samstag verbrachten.

Los ging es um 9.00 Uhr mit der Einteilung zweier Gruppen, die zeitgleich in Stationsausbildung das richtige In-Stellung-Bringen der vierteiligen Steckleiter sowie der Eigen- und Standplatzsicherung mittels Feuerwehrknoten üben sollten.


          

Im Anschluss stand die Durchführung der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3, den elementaren Grundlagen eines Brandangriffs, auf der Tagesordnung. Dabei ging es neben Schnelligkeit auch um das Setzen eines Standrohres samt Schlauchbrücken, was von den Jugendlichen an einem Übungsabend freitags selten geübt wird.

      

Gegen 11:30 Uhr begaben wir uns schließlich wieder ins Feuerwehr-Haus, um dort ein verspätetes bayrisches Weißwurstfrühstück samt Brezeln zu uns zu nehmen, wobei die Jugendlichen die Betreuer bei der Zubereitung in der Küche unterstützten.

   

Direkt im Anschluss führten die älteren Jugendlichen einige Geschicklichkeitsübungen mit Schere und Spreizer durch, um ein Gefühl für die schweren hydraulischen Rettungsgeräte und deren Bedienung zu bekommen.

Die traditionelle Abschlussübung zum Ende eines solchen Tages trug sich am ehemaligen JUZ an der Hainer Chaussee zu, bei der die Jugendlichen unter realitätsnahen Bedingungen ihr erlerntes zeigen und testen konnten.

   

Zum Anschluss des Tages fand noch ein gemeinsames Grillen samt Salate und Pommes im Hof unseres Feuerwehr-Hauses statt. 
 

Jahreshauptversammlung Berichtsjahr 2016

Am gestrigen Freitagabend (10.03.2017) fand die Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Dreieichenhain
im Feuerwehr-Gerätehaus in der Dorotheenstraße statt.

Neben dem Verlesen der Jahresberichte des vergangenen Berichtsjahres aus Einsatzabteilung, Jugendfeuerwehr sowie Ehren- und Altersabteilung
durch Wehrführer Heinrich Graf, Jugendwart Dominik Matheis und Horst Conté (E&A-Abteilung) standen auch mehrere Beförderungen und Ernennungen sowie Neuwahlen in den Ausschuss auf der Tagesordnung.

Unter anderem wurden die Kameraden Jan Kuch, Niklas Kaboth, René Rietscher, Raphaelle Illmer und Simon Schwab zum Feuerwehrmann und die 'Neulinge' in der Einsatzabteilung Niklas Berk, Leon Jung und Marcel Graf zum Feuerwehrmann-Anwärter befördert.
Zum Gruppenführer ernannt wurde Thorsten Groß, unser stellvertretender Wehrführer Tim Schoemaker durfte sich über eine Beförderung zum Löschmeister und Michael Jung zum Hauptlöschmeister freuen. 

Außerdem erhielten Wehrführer Heinrich Graf für 30 Jahre und Philipp Grühn sowie Peter Daubert für jeweils 10 Jahre aktiven Einsatzdienst die Anerkennungsprämie des Landes Hessen.

Neu in den Ausschuss gewählt wurden Gerätewart René Graf und Atemschutzgerätewart Kai Kaffanke, da die Vereinsvorsitzenden Peter Daubert und Manfred Locher ihre Tätigkeit aus zeitlichen Gründen zur Verfügung stellten.

Wehrführer Heinrich Graf bezeichnete das vergangene Jahr mit rund 125 Einsätzen in seinem Jahresbericht als überdurchschnittlich in den Einsatzzahlen, wobei 12 mal die sogenannte Tages-Alarm-Schleife (TAS) alarmiert wurde, welche die schwindende Personalzahl bei Einsätzen zwischen 07.00 und 18.00 Uhr durch die zeitgleiche Alarmierung aller Stadtteile zu größeren Alarmstichworten kompensieren soll. 
Den Fahrzeug- und Gerätebestand stufte er als 'ausreichend' ein, da uns bislang das im Bedarfs- und Entwicklungsplan vorgesehene kleine Hubrettungsfahrzeug für die enge Bebauung in und um die Altstadt nicht bewilligt wurde, auf welches im Ernstfall, beispielsweise eines Dachstuhlbrandes eines Fachwerkhauses, nicht verzichtet werden könne, um größten Sachschaden und die Zerstörung von Kulturgut abzuwenden. 
Auch die Ersatzbeschaffung des in die Jahre gekommenen Mannschaftstransportfahrzeugs vom Typ Ford Transit fand in den Jahresberichten Erwähnung.


 
Hintere Reihe v.L.n.R: Kai Kaffanke, Wehrführer Heinrich Graf, Niklas Kaboth, Marcel Graf, Simon Schwab, Raphaelle Illmer, ehrenamtliche Stadträtin Renate Borgwald, stellv. Stadtbrandinspektor Pasquale Bonifer

Vordere Reihe v.L.n.R: stellv. Wehrführer Tim Schoemaker, Niklas Berk, Jan Kuch, Leon Jung, René Graf, stellv. Stadtbrandinspektor Markus Tillmann
 
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